Buchempfehlung: Das Urwort

Die Urworttheorie

- Dietmar Alexa -

Die schon 1984 begründete Urworttheorie behauptet, dass der menschliche Wortschatz mehrheitlich von einem einzigen Wort abzuleiten ist. Dieses für die Entwicklung des Wortschatzes wichtigste Wort wird im Rahmen der Urworttheorie "das Urwort" genannt. Stattdessen könnte man auch schlicht den Begriff "Grundwort" verwenden und von der "Grundworttheorie" reden (Diese darf aber auf keinen Fall mit Richard Festers Idee von den sechs Archetypen in Zusammenhang gebracht werden, die mitunter auch als "Urworttheorie" bezeichnet wird).

Die Theorie beruht auf folgendem Gedankengang:
  1. Bei Menschen, die auf einer einfachen Kulturstufe stehen, kreist die Sprache um das, was für diese Menschen persönlich am wichtigsten ist.
  2. Das persönlich Wichtigste im Leben des Menschen war, "früher" wohl mehr noch als heute, das Trinken. Das wichtigste bewusste Bedürfnis, also das Trinkenwollen oder "Trinken!", eignet sich demnach als Bedeutung für das wichtigste Wort der Sprache.
  3. Von diesem "Begriff" aus lässt sich durchaus die Vielfalt der später entwickelten und der heutigen Begriffe und Wortbedeutungen ableiten.
  4. Die Lautform der frühen Wörter dürfte - wie man an Lautgebärden sehen kann - eine versuchte Abbildung einer gedanklichen Vorstellung durch die Sprechwerkzeuge sein. Demnach wäre die Lautform von "Trinken!"

    der Nachvollzug des Trinkvorgangs durch die Sprechwerkzeuge.

  5. Der Nachvollzug des Trinkvorgangs ohne Wasser hat, wie der Trinkvorgang mit Wasser, drei Teile:
    1. das schlürfende Einsaugen, 2. den Schluckvorgang, 3. das Ausatmen.
  6. Das Lautgebilde Urwort besteht demnach aus
    1. dem Schlürflaut, 2. dem stummen "Schlucklaut", 3. dem geräuschvollen Ausatmelaut.
  7. Natürlich ist die ursprüngliche Form dieses Lautgebildes nicht genau festlegbar, nicht akustisch und schon gar nicht in irgendeiner Schrift. Eine Darstellung mit lateinischen Buchstaben kann daher nur ein Versuch sein:

    (1) shl-w-l (Einatmen)
    (2) --?-- (Schlucken)
    (3) ng-ghw-äh (Ausatmen)

  8. Diese ungefähre Urform erfährt im Laufe der Sprachentwicklung viele Veränderungen. Für den Lautstand der heutigen Sprachen in Europa könnte man etwa folgende virtuelle Lautgestalt als Grundform ansetzen:

    św(e)l(e)---ng-ghw-

    (Das ist eine Anpassung der obigen Urform an die Formel, in die der britische Laryngaltheoretiker
    J.H.W. Penney die von A. Meillet vorgeschlagene Beschreibung der indogermanischen Wurzel fasst:
    (s)(T)(R)e(R)(T)/s).
  9. Mit Hilfe dieser "Europa-Formel" lässt sich dann der Kernwortschatz der deutschen Sprache als mehr oder wenige starke Variation des Grundworts beschreiben.
  10. Demnach scheinen die germanischen Sprachen ihrer Wortstruktur nach die konservativsten zu sein, die sich bislang finden ließen.

Selbstverständlich beschränken sich die Beweise und Argumente nicht auf die germanischen Sprachen. Viele Rätsel der Sprachforschung werden durch die Urworttheorie gelöst. Aber vor allem die Tatsache, dass es möglich ist, einen Großteil des deutschen Wortschatzes sowohl seiner Bedeutung wie seiner Lautform nach von dem einen Grundwort abzuleiten, kann als ein Beweis für die prinzipielle Richtigkeit der Urworttheorie gewertet werden. In 25 Jahren Beschäftigung mit dem Urwort haben sich nur Bestätigungen für diese Theorie gefunden, aber keine belastbaren Argumente dagegen. In der Tat darf es auch kein solches Argument geben, sollte die Urworttheorie richtig sein. Wer also in seriöser Weise die Urworttheorie in Zweifel ziehen will, braucht nur ein belastbares Gegenargument vorzulegen. Um das leisten zu können, muss man sich freilich genauer über die Urworttheorie informieren.

Eine Einführung in die Urworttheorie gibt das Buch von Dietmar Alexa mit dem Titel "Das Urwort".

Bucheinband, Vorderseite
Das Buch ist in leicht verständlicher Form für Menschen geschrieben, die sich für Sprache und Sprachforschung interessieren, aber keine große diesbezügliche Vorbildung haben. Die im Buch entwickelten Ideen erheben trotzdem den Anspruch auf wissenschaftliche Relevanz. Von der Wissenschaft wird daher erwartet, dass sie die Argumente, die für die Urworttheorie sprechen, gewissenhaft prüft und zu widerlegen versucht. Sollte das nicht gelingen, dann, und natürlich nur dann, kann diese Theorie zur Basis künftiger Sprachforschungen werden.

"Das Urwort", ISBN 978-3-00-028411-3, ist als Kartonbroschüre (Format A5; 136 Seiten) im September 2009
in 1. und im Januar 2010 in 2. Auflage erschienen und kostet € 9,90.

Es ist erhältlich beim:

URWORT VERLAG Dietmar Alexa
Burgstraße 3, 59368 Werne
Telefon/Fax: (02389) 45334 | mobil: 0178 4533439
E-Mail: marius.alexa@t-online.de | jaalanta@gmail.com

Impressum (Anbieterkennzeichnung):
URWORT VERLAG Dietmar Alexa
Burgstraße 3, 59368 Werne
Telefon/Fax: (02389) 45334 | mobil: 0178 4533439
E-Mail: marius.alexa@t-online.de | jaalanta@gmail.com
Internet: http://www.urworttheorie.de
USt-IdNr. 70 846 313 293

Verantwortlich für Inhalt und Angebot: Dietmar Alexa

nach oben
nach oben

Stand: 05.07.2010 | ©2010 - Design und Layout Logo Computerhaus Werne computerhaus Werne - www.computerhaus-werne.de